Skodock Verwaltungs- und Vertriebs-GmbH hat Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

| Dr. Malte Köster als vorläufiger Insolvenzverwalter
  • Geschäftsbetrieb der Skodock-Gruppe läuft ohne Einschränkungen weiter
  • Löhne und Gehälter der 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland sind bis Ende Dezember 2020 abgesichert
  • Strukturierter Investorenprozess gestartet

Oyten, 26. Oktober 2020

Die Skodock Verwaltungs- und Vertriebs-GmbH mit Hauptsitz in Oyten hat beim Amtsgericht Verden einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Skodock ist ein metallverarbeitender Betrieb mit Produktions- und Verwaltungsstätten in Garbsen bei Hannover und in Lysice (Tschechien). Das Unternehmen ist auf die Herstellung von hochwertigen, flexiblen Rohrelementen, Bälgen, Kompensatoren und Schläuchen aus Edelstahl und hoch-legierten Edelstählen spezialisiert und arbeitet für Kunden aus der Energiewirtschaft, der Luft- und Raumfahrt, der Automobilindustrie, der chemischen Industrie sowie für Forschungseinrichtungen.

Die Skodock Verwaltungs- und Vertriebs-GmbH ist die Muttergesellschaft der Skodock-Gruppe. Für die deutsche Tochtergesellschaft Skodock GmbH wurde ebenfalls ein Insolvenzantrag gestellt. Für die wirtschaftlich stabile tschechische Tochtergesellschaft Elasteflex Lysice s.r.o. wurde kein Insolvenzantrag gestellt. Insgesamt beschäftigt die Skodock-Gruppe rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 10 Millionen Euro.

Hintergrund des Insolvenzantrages sind starke Umsatzrückgänge und damit verbundene, bereits länger anhaltende Verluste aufgrund eines wettbewerbsintensiven, von der Globalisierung geprägten Marktumfelds mit starkem Preisdruck. Im Zuge der Corona-Krise hatte sich die Situation des Unternehmens zuletzt weiter verschärft. Die zusätzlichen Belastungen konnte das Unternehmen nun nicht mehr kompensieren.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter der deutschen Gesellschaften der Skodock-Gruppe wurde der Restrukturierungsexperte Dr. Malte Köster aus der Kanzlei WILLMERKÖSTER, bestellt. Gemeinsam mit seinem Team hat Köster die Arbeit im Unternehmen bereits aufgenommen. In einer ersten Stellungnahme erklärte Köster jetzt, dass der Geschäftsbetrieb bei Skodock bis auf weiteres ohne Einschränkungen fortgeführt werden kann. Zudem sind die Löhne und Gehälter der rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den deutschen Gesellschaften bis Ende 2020 abgesichert. Köster kündigte an, in den kommenden Wochen an Sanierungsperspektiven zum Erhalt der Arbeitsplätze zu arbeiten. Zudem werde ein strukturierter Investorenprozess gestartet.

Dr. Malte Köster als vorläufiger Insolvenzverwalter wörtlich:
„Die gute Nachricht ist, dass der Geschäftsbetrieb fortgeführt werden kann. Nach einer ersten Bestandsaufnahme sehen wir Chancen für einen Neustart in der Nische für hochwertige individuelle Entwicklungen mit einem hohen Anteil an Ingenieurskompetenz. Skodock ist ein Unternehmen, das hohe Qualität auch in kleinen Losgrößen produzieren kann. Das Unternehmen verfügt über eine attraktive Kundenstruktur und ein hervorragend ausgebildetes und erfahrenes Team. Darauf aufbauend werden wir jetzt daran arbeiten, Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Mit Blick auf den gestarteten Investorenprozess haben erste Übernahmeinteressenten bereits ihr Interesse signalisiert.“

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