Die Kynast Steel GmbH in Quakenbrück hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt

| Dr. Malte Köster als vorläufiger Insolvenzverwalter

KYNAST STEEL GMBH STELLT ANTRAG AUF ERÖFFNUNG EINES INSOLVENZVERFAHRENS

  • Produktion von Präzisionsstahlrohren läuft ohne Einschränkung weiter / Löhne und Gehälter der rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bis Ende Oktober 2019 gesichert

Quakenbrück, 30.08.2019 – Die Kynast Steel GmbH, mit Hauptsitz in Quakenbrück, ist in Folge einer für das Unternehmen sehr ungünstigen Preisentwicklung bei Rohstahl in eine finanzielle Schieflage geraten und hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Hinzukommend schlug die schwierige Situation innerhalb der Automobilzuliefererindustrie zuletzt verstärkt auf das Unternehmen durch: So konnten fehlende Aufträge aus dem Geschäft mit den Automobilzulieferern nicht mehr durch das Geschäft mit den Herstellern von Landmaschinen kompensiert werden. Neben den Landmaschinenherstellern ist der Automobilsektor das wichtigste Standbein von Kynast Steel. Zuletzt verzeichnete das Unternehmen einen Jahresumsatz im niedrigen zweistelligen Millionenbereich.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter hat das zuständige Amtsgericht in Bersenbrück in Abstimmung mit dem Gläubigerausschuss des Unternehmens den Norddeutschen Sanierungsexperten Dr. Malte Köster aus der Kanzlei WILLMERKÖSTER bestellt. Zusammen mit seinem Team hat Köster bereits die Arbeit im Unternehmen aufgenommen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer Betriebsversammlung über den aktuellen Stand der Dinge sowie die nächsten Schritte im Insolvenzverfahren informiert.

In einer ersten Stellungnahme teilte Köster mit, dass die Löhne und Gehälter der rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis Ende Oktober 2019 abgesichert sind. Zugleich kündigte Köster an, dass das operative Geschäft bis auf weiteres ohne Einschränkungen fortgeführt werde.

Dr. Malte Köster als vorläufiger Insolvenzverwalter: „Die Situation in der Automobilbranche ist seit langer Zeit schon von hohem Wettbewerbsdruck geprägt. Das Beispiel Kynast ist nun ein weiteres Beispiel dafür, dass viele Unternehmen der Automobilbranche, Zuliefererbetriebe ebenso wie Autohäuser, mehr und mehr an ihre Grenzen stoßen. Dass die Produktion bei Kynast bis auf weiteres aufrechterhalten werden kann, ist eine gute Nachricht für die Kunden und für das Team. Wir werden in den kommenden Tagen und Wochen mit aller Sorgfalt prüfen, wie Perspektiven für die Zukunft aussehen können. Dies schließt Überlegungen hinsichtlich eines starken Partners mit ein.“

Zum Unternehmen:

Die Kynast Steel GmbH blickt auf eine lange und bewegte Historie zurück. 1966 wurde die Fertigung von Präzisionsstahlrohren aufgenommen. Überregionale und europaweite Bekanntheit erlangte die Kynast Gruppe vor allem als Hersteller von Fahrrädern und zählte hier zu Höchstzeiten zu den größten Herstellen in Europa. Nach der Insolvenz der Muttergesellschaft Kynast AG im Jahr 1999 lief der Stahlrohr-Bereich als eigenständiges Unternehmen weiter und firmiert seit 2006unter der heutigen Kynast Steel GmbH.

Weitere Informationen unter: www.kynast-steel.de

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